Dein LH³

ab 16. März 2022, 12 Uhr

Eintritt frei

Online: www.gedankenspruenge-podcast.de

Podcast GEDANKENSPRÜNGE - Folge 11: „Wahrzeichen“

Die letzte Folge der Staffel „Echt wahr!“ ist monumental (auch) im übertragenen Sinne: „Wahrzeichen“, darüber lassen dieses Mal ein Erbgutsforscher, eine Expertin für Baugeschichte, ein Kontrabassist und ein Luftwerker ihre Gedanken springen. Wie wirken Wahrzeichen? Wie sollen sie wirken? Wie entstehen sie und wie lange halten sie? All das und noch vieles mehr in der 11. Folge der „Gedankensprünge“.

Robert Meyknecht verwirklichte als Head von „geo – Die Luftwerker“ bereits zahlreiche künstlerische Stoff-Projekte, die im wahrsten Sinne des Wortes denkmalwürdig waren: 2021 ermöglichte sein Unternehmen dem Christo-Team die Verhüllung des Arc de Triomphe in Paris und war damit direkt daran beteiligt, ein zumindest temporäres Wahrzeichen zu erschaffen. Die Frage, was die Verhüllung mit einem Wahrzeichen macht, stellt sich auch Sonja Hnilica. Die Professorin für Baugeschichte und Stadtbaukultur erweiterte ihre Forschungsschwerpunkte jüngst um die Thematik Denkmalpflege. Das Pflegen des Gedenkens haben dabei nicht nur Bauwerke zum Gegenstand – Bild und Ton halten die Geschichte ebenso fest: Jörg Linowitzki, Professor für Kontrabass an der Musikhochschule Lübeck, plante anlässlich des 50. Jubiläums des Kniefalls von Willy Brand in Warschau ein deutsch-polnisches Projekt, das Studierende beider Nationalitäten zusammenbringen sollte, um Musik von Johannes Brahms und Krzysztof Penderecki aufzuführen. Der Begriff „Wahrzeichen“ kann aber noch viel weiter gefasst werden. Prof. Dr. Malte Spielmann forscht als Direktor des Instituts für Humangenetik an der Universität zu Lübeck am menschlichen Genom – quasi dem menschlichen Wahrzeichen. Der Forschungsschwerpunkt seiner wissenschaftlichen Arbeit ist es, nicht codierende Varianten als Ursache für menschliche Erbkrankheiten zu identifizieren.

Unter der Moderation von Theresia Lichtlein, Kommunikationsleiterin der Technischen Hochschule Lübeck, beleuchtet der Podcast von Lübeck hoch 3 einmal monatlich Themen der Forschung, Kultur und Gesellschaft. Geladen sind jeweils Vertreter*innen der drei am Projekt beteiligten Hochschulen (Musikhochschule Lübeck, Technische Hochschule Lübeck und Universität zu Lübeck) und je nach Thema ein*e Expert*in als Gast.

Der Podcast steht über die Website www.gedankenspruenge-podcast.de und alle gängigen Plattformen zum Abruf bereit. Die Folgen gehen jeweils mittwochs zur Monatsmitte um 12 Uhr online. Die elfte Folge schließt die Staffel „Echt wahr!“ mit dem Thema „Wahrzeichen“ am 16. März ab.

Wissenstransfer, wechselseitiger Dialog und neue Ideen – dafür steht Lübeck hoch 3. Den eigenen Podcast sehen die Initiatorinnen und Vertreter der drei Hochschulen als wichtigen Baustein, um den Diskurs mit der Gesellschaft über Wissenschaft und Kultur anzuregen.

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Die Diskussionsrunde in Folge 11:

Prof. Jörg Linowitzki war schon früh Preisträger verschiedener Wettbewerbe. 1975 gewann er den Musikpreis der Possehl-Stiftung, 1976 ging er als Stipendiat der Herbert von Karajan Stiftung an die Orchesterakademie des Philharmonischen Orchesters Berlin. Dort und später im Sinfonieorchester des NDRs spielte er als Kontrabassist unter der Leitung unzähliger weltberühmter Dirigenten. Auf über 40 CD-Einspielungen ist sein Schaffen als Solist oder im Ensemble hörbar. 1995 folgte er dem Ruf auf eine Professur an der Musikhochschule in Lübeck, deren Vizepräsident er von 1996 bis 2011 war. Bis heute engagiert er sich europaweit stark in der höheren musikalischen Bildung.

Robert Meyknecht studierte technische Informatik an der Universität Paderborn. Nach seinem Studium sammelte er als angestellter Ingenieur Erfahrungen im Bereich der Messtechnik und Elektronik. Letzteren machte er 1992 zum Gegenstand seiner ersten Selbstständigkeit. 1994 gründete er dann sein Luftfahrtunternehmen „geo – Die Luftwerker“, das sich auf Ballone und Luftschiffe spezialisiert. Neben der Luftfahrt verwirklicht er mit seinem Team verschiedenste Stoff-Projekte mit Unternehmen und Künstlern: Bei bei Verhüllung des Arc de Triomphe etwa wirkten sie als Partner und Lieferant des Künstlers Christo.

 

Prof. Dr. Sonja Hnilica studierte Architektur an der Technischen Universität Wien, promovierte ebenda im Bereich der technischen Wissenschaften und wirkte in ihrer Alma Mater darauffolgend als Lehrbeauftragte. Bevor sie dem Ruf auf eine Professur für Baugeschichte und Stadtbaukultur an der Technischen Universität Lübeck folgte, war sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an verschiedenen Forschungsprojekten in Dortmund beteiligt sowie als Dozentin bei den International Summer Schools Venedig und Kayseri tätig. Ferner wirkte sie als freiberufliche Autorin sowie als vertretende Professorin an der TU Dortmund und der Ruprecht-Karls-Universität der Universität Heidelberg.

Prof. Dr. Malte Spielmann war vor seiner Tätigkeit in Schleswig-Holstein Gruppenleiter am Max-Planck-Institut für molekulare Genetik in Berlin-Dahlem. Seit Juli 2020 ist er Professor für Humangenetik an der Universität zu Lübeck sowie Direktor des campusübergreifenden Instituts für Humangenetik am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) in Lübeck und Kiel. Er gilt als Pionier in der Erforschung der dunklen Seite des Genoms. Wissenschaftliches Hauptziel seiner Forschungsarbeit ist, nicht codierende Varianten als Ursache für menschliche Erbkrankheiten zu identifizieren, ihren Einfluss auf die 3-D-Architektur des Genoms zu untersuchen und ihre Pathogenität funktionell durch Einzelzellanalysen und neue Hochdurchsatztests zu bewerten.

Die Moderatorin Theresia Lichtlein ist seit 2016 Kommunikationsleiterin der Technischen Hochschule Lübeck. Neben dem Podcast „Gedankensprünge“ moderiert sie on- und offline Veranstaltungen, Workshops und Panels rund um Wissenschaft, Wirtschaft und akademisches Leben. „Der Podcast GEDANKENSPRÜNGE zeigt wie kaum ein anderes Format, welche unterschiedlichen Assoziationen ein Schlagwort bei verschiedenen Menschen auslösen kann“, erläutert sie. „Ich finde es unheimlich faszinierend, wenn diese Blickwinkel aufeinandertreffen und sich unser aller Weltbild erweitert. Unsere Gäste ebenso wie unsere Zuhörer*innen können durch die Sichtweisen der anderen profitieren und Inspiration schöpfen.“